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Ayurveda auf eigene Faust?

Im Prinzip ja. Mit einem entsprechenden Fragebogen kann man recht genau den eigenen Dosha-Typ ermitteln und dann z.B. gezielt die Ernährung umstellen oder sich täglich mit den passenden Ölen einölen. Mit ayurvedischen Kräutermischungen gegen Krankheiten sollte man dagegen vorsichtig umgehen, denn bei der Anwendung kann auch einiges schiefgehen. So setzen Krebspatienten manchmal auf das Kräuterpräparat Liv.52, das eigentlich zur Entgiftung der Leber dienen soll. Doch Bestandteile dieser Mischung wie Senna können Leber und Herz auch schädigen. Und Schwarzer Nachtschatten kann schlimmstenfalls sogar Speiseröhrenkrebs verursachen.

 

Kann Ayurveda auch schaden?

 

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Die ayurvedische Kräuterapotheke - das sind mehrere tausend Produkte. Nur wenige davon sind z.B. von indischen Behörden systematisch auf ihre Sicherheit und Verträglichkeit getestet worden. Und es gibt noch mehr Probleme: Ist im Produkt wirklich drin, was draufsteht? Wie hoch sind die wirksamen Substanzen konzentriert? Und wie stark sind die Kräuter eventuell mit Schwermetallen aus Spritzmitteln belastet?

Eine kürzlich veröffentlichte amerikanische Studie kam zum Ergebnis, dass jedes fünfte ayurvedische Präparat schädliche Mengen von Blei, Quecksilber oder Arsen enthielt. Seriöse Händler lassen ihre Kräuter regelmässig von unabhängigen Instituten auf Fremd- und Schadstoffe testen, die Analysen kann man einsehen.

 

Wo findet man seriöse Therapeuten?

Ayurveda ist kein geschützter Begriff. Jeder kann sich Ayurveda-Therapeut nennen. Da lohnt es, sich erst einmal umzuhören und kritisch nachzufragen, welche Qualifikation ein Therapeut erworben hat. Ein medizinischer Hintergrund (Medizinstudium, Krankenpflege, Physiotherapie) sollte auf jeden Fall da sein.

Ein paar Wochen Kurs in Indien sind nicht unbedingt ein Qualitätsbeweis, denn dort gibt es oft so grosse sprachliche und kulturelle Missverständnisse, dass keine vernünftige Ausbildung für Europäer möglich ist. Vorsicht auch, wenn starker weltanschaulicher Druck ausgeübt wird. Ayurveda ist in seiner Reinform ideologisch völlig neutral.

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Welche Wirkungen sind durch Studien bewiesen?

Systematisch untersucht werden ayurvedische Therapien erst seit einigen Jahren. Klinische Studien nach wissenschaftlichen Qualitätsstandards und mit ausreichend vielen Patienten sind rar. Dennoch gibt es einige vielversprechende Ergebnisse:

Kurkuma zum Beispiel ist nicht nur ein beliebtes Gewürz in der Ayurveda-Küche, sondern auch ein Heilmittel. Studien haben gezeigt, dass die Pflanze möglicherweise krebshemmend ist. Es konnten damit sogar schon Vorstufen von Krebs der Mundschleimhaut zum Verschwinden gebracht werden.

Weihrauch (Boswellia serrata) ist schon länger im Gespräch als entzündungshemmende Pflanze und wirksame Medizin gegen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Studienergebnisse des Tübinger Professors Herman Ammon legen nahe, dass die Pflanze bei chronischen Entzündungen eine Alternative zu synthetischen Medikamenten sein könnte.

Für die ayurvedischen Kräuterzubereitungen MAK-4 und MAK-5 (Maharishi Amrit Kalash) gibt es erstaunliche Ergebnisse im Tierversuch. Italienische Forscher fanden kürzlich heraus, dass sie bei Mäusen das Wachstum von Leberkrebs hemmen können. Ob diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen werden können, ist noch nicht ausreichend untersucht.

Auch gegen Kniegelenksprobleme helfen einer indischen Studie zufolge ayurvedische Kräuter. Das Präparat RA-11 (mit Ginseng, Weihrauch, Kurkuma, Ingwer) kann chronische Knieschmerzen bei Knorpelabnutzung offenbar lindern.

Besonders überraschend war eine neuere britische Studie: Juckbohnenpulver (Mucuna pruriens) hatte hier bei Patienten mit Parkinson im direkten Vergleich mit Anti-Parkinson-Medikamenten sehr gut abgeschnitten. Allerdings wurden bisher nur wenige Patienten getestet, grössere Studien stehen noch aus.

 

 

Artikel vom 29.09.2008
Text: Dr. Sabine Thor-Wiedemann
Fotos: Fotolia
Ein Artikel aus der BRIGITTE 22/08

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